Was bedeutet HDR?

Wie schon oben grob erklärt handelt es sich bei HDR – auch „High Definition Range“ – um die Wiedergabe mit höherem Kontrast und Helligkeit (Weiß- und Schwarzwerte). Somit kann auf dem Monitor ein höherer Farbraum wiedergegeben werden, welchen herkömmliche 4K Monitore nicht schaffen.

HDR Vergleich SDR 4K

Und das ist HDR. Es dreht sich hierbei um Kontrast, Helligkeit und Gesamtfarbraum.

Aber um dessen Funktionalität und Kompatibilität dementsprechend vorweisen zu können, müssen Bildschirme von der technischen Seite her bestimmte Werte erreichen und bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Nur dann dürfen sie sich auch als „4K HDR Monitor“ bezeichnen. Aus diesem Grund muss man bei Begriffen wie „HDR-Pro“ die Ohren spitzen und Augen gut offen halten.

Was muss HDR können?

Die Voraussetzungen, die ein Bildschirm vorweisen muss, sind wie folgt:

1. Der Monitor muss eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln aufweisen
Der Monitor muss mindestens 4K darstellen können. Nicht weniger.
2. Eine Farbabtastung von 10 Bit oder 12 Bit muss erreicht werden.
10 Bit ist HDR10, ist verbreiteter und kann 1024 Helligkeitsstufen darstellen.
12 Bit, auch Dolby Vision genannt, ist kaum verbreitet und kann 4096 Helligkeitsstufen darstellen
Heutige Monitore erreichen bis zu 8 Bits (256 Helligkeitsstufen)
3. Benötigt wird eine Leuchtdichte mit 1000 nits.
Die meisten Monitore kommen gerade mal mit 300-400.

Da die meisten Monitore also somit nur 6 oder 8-Bit darstellen können, kann nur eine begrenzte Anzahl an Farben angezeigt werden. Mit HDR und dem passenden Monitor ist somit die Möglichkeit gegeben, über diese Grenze hinaus zu gehen und noch mehr Farben darstellen zu lassen.

Die Leuchtdichte mit 1000 nits ist ebenfalls wichtig und Bestandteil der HDR-Funktionalität: Der Monitor muss sehr hohe Weiss- und Schwarzwerte darstellen können, was heutige Monitore so nicht können. Laienhaft ausgesprochen kann HDR ein „viel dunkleres Schwarz“, und ein „viel helleres Weiß“ darstellen. Das ist übrigens auch nicht ganz ungefährlich. HDR Gaming Monitor in dem Sinne gibt es leider noch nicht. Grund hierfür ist eben genau diese extrem hohe Helligkeit, die HDR vorweisen können müssen. Während also problemlos mit einer Spielekonsole gespielt werden kann, müssen PC-Spieler vorerst warten, bis eine „Augen-schonende“ Technik eingeführt wurde, da PC-Spieler meist gerade mal zwischen 40 und 60 cm vor dem Bildschirm sitzen.

HDR Monitore ohne echtes HDR?

Zurzeit gibt es auch Monitore, die mit sehr hohem Kontrast und Weißwerten werben. Das ist im Prinzip in Ordnung. Denn je höher die Kontrastwerte und die Helligkeit sind, desto näher kann es an einen „echten HDR-Monitor“ ankommen. Um genau zu sein muss er eben diese 1000 nits erreichen.

Monitore wie der Sony KD-55XD8005 werben zwar mit 4K HDR, erreichen allerdings keine 1000 nits, die (wie oben beschrieben) gefordert sind. Nichtsdestotrotz kommt der Fernseher von Sony mit rund 400 nits dennoch sehr nah an HDR ran. Mit seinem günstigen Preis wie im Vergleich zu anderen Bildschirmen liegt der Sony Fernseher klar vorne. Denn in anderer Hinsicht kommt Sony mit ihren aktuellen HDR-Fähigkeiten voll und ganz zur Geltung.

Dann jedoch gibt es aber auch Hersteller, die es alles andere als ernst meinen. Wir sprechen von Geräten, die etwas mit der Bezeichnung „HDR“ getrickst haben. Meist sind es kreative Worterweiterungen wie „HDR-Super“. Das „echte HDR“ wird aber dadurch niemals erreicht, da die jeweiligen Geräte von der technischen Seite aus gar nicht dazu in der Lage sind.

Was nützt also ein TV-Gerät und Monitor, der zwar HDR-Signale erkennt und dessen Inhalte auf dem Bildschirm anzeigen kann, aber die dafür benötigte Farbvielfalt und den Kontrastspielraum nicht anzeigen können, weil diese auf dem Gerät nicht vorgesehen sind bzw. schlicht und einfach nicht existieren?

Genauso könnte man die Karosserie eines Porsches nehmen und damit einen Smart verkleiden und ihn zum Schönheitswettbewerb von Porsche schicken. Es sieht zwar schick aus, ja. Denn immerhin besitzt man Oberflächlich gesehen einen Porsche. Aber was nützt mir das Aussehen, wenn der Wagen weiterhin genauso schnell fährt wie ein Gurke?

Was bedeutet 4k?

4K ist im Prinzip nichts anderes als eine Auflösung. Bei 4K, UHD (Ultra High Definition) oder auch 2160p handelt es sich um 3840 × 2160 Pixel. Das ist weitaus mehr, als normale FullHD-Monitore mit 1920 x 1080 darstellen können. Zurzeit sind FullHD-Monitore sowohl im TV- als auch im Gaming-Bereich weit verbreitet. Allerdings setzen sich bereits die ersten 4K-Fernseher gegenüber dem FullHD-Fernseher durch. FullHD erreicht lediglich nur 1080p, oder auch 1920 × 1080 Pixel.

Konkret heißt, dass auf UHD-Monitoren somit eine bessere Bildqualität erreicht werden kann, da darauf viel mehr Details wiedergegeben werden können. Einzelne Bereiche eines Bildes oder Filmes werden durch die höhere Auflösung und Pixel-dichte noch Detailreicher, schärfer und schöner dargestellt.

Im Hinblick darauf, dass die HDR-Technologie zusätzlich bei 4K Monitoren integriert werden soll, erreicht man so nahezu ein perfektes Bild und man ist für die Zukunft gewappnet.

„Ultra HD Premium“ – Was ist das?

Zurzeit gibt es ein ganz neues Label mit dem Namen „Ultra HD Premium“. Fernseher und Monitore werden also mit diesem Label ausgezeichnet. Doch was genau ist das eigentlich?

Ultra HD Premium ist ein geschützter Begriff. Es besagt, dass der Monitor bestimmte Voraussetzungen erfüllt hat, um dieses Label zu erhalten.

Ihr könnt euch also sicher sein, dass Fernseher und Monitore, die dieses Label haben, definitiv HDR besitzen. Doch was sind denn die Voraussetzungen, um dieses Label zu erhalten? Im Prinzip sind es fast die selben Voraussetzungen, die ein HDR-Monitor auch haben muss. Sie kann als alternatives Label zum „HDR“ angesehen werden. Ich persönlich habe aber noch keine Bildschirme oder Monitore gesehen, die mit diesem Label werben. Grund ist wohl, dass Hersteller mit diversen eigenen selbst-kreierten Labels, Logos und Zertifikaten werben.

Urheber dieses Labels, welche in Zusammenarbeit mit anderen Herstellern der UHD Alliance sind. Da ich dazu nicht groß was sagen werde, gibt es hier weiterführende Informationen. Sollte dieses Label in Zukunft doch stärker vertreten werden als gedacht, werde ich diesen Beitrag ergänzen.

Wie sieht es mit 4K HDR Gaming Monitor aus?

Da auf dem Markt bereits einige Monitore mit HDR-Funktionalität existieren, möchten wir euch auf dieser Seite ein paar HDR Gaming Monitore vorstellen.

Übrigens für PC-Spieler: Die meisten HighEnd-Grafikkarten besitzen bereits einen HDR-Support. Das gilt zumindest im Falle von GTX Grafikkarten mit einem Maxwell-Chipsatz (GTX900er Reihe) und einem Pascal-Chipsatz (GTX 1000er Reihe).

Es hängt jedoch stark von der Grafikkarte ab, in welcher Qualität man HDR in voller Pracht anzeigen oder genießen kann. Eine GTX1060 wird bereits einige Probleme haben, wenn es mit HDR, 4K und 60 FPS laufen soll, während eine GTX1080 mit solchen Problem überhaupt nicht zu kämpfen hat.

HDR und SDR im direkten Vergleich
Links: Standard, Rechts: HDR – Quelle: Nvidia

Mehr Informationen über Gaming-Monitore findet ihr hier.